• Solardach 14 – Fazit der Bauphase

    Also erstmal muss ich sagen, dass die Bundesregierung den Schritt gemacht hat durch den Verzicht auf die Mehrwertsteuer die Anlagen zu fördern war eine gute Nachricht. Auch wenn zu befürchten steht, dass alle Komponentenhersteller bei der Gelegenheit diese Ersparnis nicht zu 100% weitergereicht haben.

    Dennoch war es der richtige Schritt. Und das haben offenbar auch viele andere so gesehen und vor dem Hintergrund der gestiegenen Energiepreise den Weg zum Solardach begangen. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass die Realisierung der Anlage Zeit kostet. Ich habe im Vorfeld Rezensionen von ungeduldigen Kunden der Firma Energieversum gelesen, die mich echt skeptisch gemacht haben. Aber gut Ding will Weile haben und wenn ich auf meinen eigenen bauverlauf gucke, so sind die versprochenen 6 Monate eingehalten worden. Und ich hoffe, dass es den anderen Kunden auch letztlich so ergangen sein wird.

    Sich mit Ungeduld in im Schutze der Anonymität in Foren Luft zu machen ist nicht immer fair, zumal sich keiner von denen erneut gemeldet hat und beschrieben hat, wie es weiterging.

    Gut aufgehoben fühlte ich mich jedoch bei dem für mich zuständigen Vertriebsmitarbeiter von Energieversum, der mich zu gegebener Zeit um Geduld bat, meine Rückfragen an die Hotline weitergab und den ganzen Prozess des Baus mit der Bitte um Feedback begleitete. Dazu gehört von seiner Seite sicher auch viel Geduld, denn ich bin ja nicht der einzige Kunde und nebenbei hat er ja noch weitere Projekte, Interessenten und Informationstermine, Inbetriebnahmen usw. Und dann Abends mal locker auf eine WhatsApp zu antworten ist sicher auch nicht jedermanns Sache. Ein echtes Lob!

    Ich bin froh, dass ich am Anfang nicht locker ließ, die größtmögliche Solarfläche zu bekommen, dass die Experten da das Maximale herausgeholt haben.

    Mit dem Komplettpaket von Energieversum haben wir nun alles aus einer Hand, einen Ansprechpartner und die Sicherheit, dass wir uns in den kommenden Jahrzehnten nicht kostenintensiv um die Anlage kümmern müssen.

    In einzelnen Abschnitten habe ich davon geschrieben, dass Menschen Nicht-deutscher Herkunft die Arbeit an diesem Projekt geleistet haben. Ich tat dies nicht, um zu diskriminieren, sondern um klar zu machen, dass es vielleicht notwendig ist, Fachkräfte aus anderen Regionen Europas zur Hilfe zu holen, damit wir unsere Energiewende bewältigen. Diese Jungs haben einen prima Job gemacht und auch wenn so manche Sprachbarriere mit Mimik, Gestik und einem Lächeln überwunden wurde, so haben alle an einem Strang gezogen. Es mag Menschen geben die lieber nur deutsche Facharbeiter auf ihrer Baustelle hätten, weil die sich davon irgendetwas versprechen. Mögen sie weiter auf diese Menschen warten. Ich bin zufrieden. Ich hatte immer jemanden dabei, der gut genug Deutsch sprach, um zu übersetzen, mir Dinge zu erklären und die richtigen Fragen zu stellen.

    Nun geht die Phase des Kennenlernens der Solaranlage und der Energieausbeute los. Zudem steht der Winter bevor. Also wird die große Erntezeit erst im kommenden Jahr erfolgen. Vielleicht ist für die Sommerstrombauern 2024 jetzt die Zeit einen Vertrag abzuschließen.

    Wenn ihr Interesse an einem Kontakt im Großraum Kiel habt, meldet euch gern bei mir, ich vermittle und teile gern Erfahrungen. martin (at) schmeling.de

     

    Nun ist es wie bei allen Neuen Dingen. Man freut sich und die Ecken und Kanten lernt man erst später kennen, lieben oder leiden. Ich werde berichten.


  • Solardach 13 – Zugangsdaten

    Es war schon ein bisschen ein Schildbürgerstreich mit den Zugangsdaten von Senec. Die zuständige Sachbearbeiterin brauchte die Gehäusenummer. Die steht aber in der App, die hab ich wegen der fehlenden Zugangsdaten jedoch nicht – Was kommt nun zuerst die Henne oder das Ei? Zum Glück konnte mir eine Hotlinerin die Gehäusenummer aus meinen Stammdaten heraussuchen, wozu die andere Mitarbeiterin entweder nicht in der Lage war, oder die zur Sicherheit abfragte, damit da nicht jeder kommt und meine Daten ändern will.

    Letztlich bekam ich heute Mittag dann also die Zugangsdaten und freue mich seit dem über den sonnigen Tag. Von etwa 9-17 Uhr haben wir keinen Strom aus dem Netz gezogen, sondern den Speicher gefüllt, selbst verbraucht und eingespeist. Dafür war der Speicher natürlich ab 17 Uhr gefragt und hat uns die Pizza mit grünem Strom warm gemacht.

    Das wird spannend werden, in den kommenden Jahren das Verbrauchsverhalten ein wenig an die Sonne anzupassen. Im Grunde will ich nicht viel ändern, aber ein wenig Zeitverschiebung beim Wäsche waschen und Co wird es wohl geben.

    Gestern kam dann auch die Endabrechnung von Energieversum, in der auch die Lohnkosten ausgewiesen wurden. Das ist dann was für die Steuererklärung.

    Ab jetzt müssen die Stadtwerke tapfer sein. Ich werde berichten.


  • Väter und Mütter im Autoscooter

    Petra hat etwas interessantes beim Autoscooter auf dem Jahrmarkt beobachtet. Guckt mal selbst hin und schreibt uns, ob ihr das auch beobachtet:

    Fahren Väter mit Kindern, so haben sie einen Arm ums Kind und ggf. den zweiten am Steuer. Selbstverständlich fahren die Kids angeschnallt.

    Mütter hingegen sitzen entweder ängstlich zusammengekauert als Beifahrer ihrer Sprösslinge oder sie haben das Lenkrad mit beiden Händen voll im Griff. Der schützende Arm fürs Kind und zuweilen auch der Gurt fehlt völlig.

    Ich frage mich, was das über Mütter und Väter sagt…..


  • Solardach 11 – Endlich Inbetriebnahme

    Die Terminvergabe bei Energieversum verlangt ein wenig Flexibilität. Ich hatte die zum Glück bisher und habe mich ein wenig flexibel gemacht, denn ich wollte ja auch der schnellen Projektausführung nicht im Weg stehen. Nun erhielt ich vor 9 Tagen die Mitteilung, der Zählertausch würde heute zwischen 14 und 16 Uhr vorgenommen. Meiner Bitte, dies um 2 Stunden vorzuziehen, weil ich danach noch einen Termin hätte wahrnehmen wollen konnte man leider nicht entgegenkommen.

    … Und erstens kommt es anders als man meistens zweitens denkt. Um 11:50 Uhr stand der Installateur vor der Tür und wollte den Zähler tauschen und die Anlage in Betrieb nehmen. Da ich ohnehin wegen einer Erkältung meine Termine an diesem tag verlegt hatte, passte mir alles. Für 10 Minuten musste der Strom aus zum Zählertausch und schon war mein alter schwarzer Kasten Geschichte und so ein kleines graues Kästchen zeigt mir nun die Zeichen der Zeit an.

    Dann ging es an die Inbetriebnahme. Eigentlich hätte ich nun von Senec eine E-Mail bekommen sollen, die die Zugangsdaten enthält. Aber der Installateur hatte sich leider bei der E-Mail-Adresse vertippt! Und so blieb mir nur, einen Antrag an Senec zur Änderung der Zugangsdaten auszufüllen, unterschrieben einzuscannen und an Senec zu senden.

    Mensch, wie ärgerlich. Nun kommt Strom vom Dach – und ich kann es nicht sehen, weil ich keine Zugangsdaten habe. Für jeden anderen mag das zweitrangig sein, denn Strom ist Strom und sehen kann man den ja eh nicht, aber welcher Bauer guckt nicht stolz auf den mit Berg gefüllten Hänger seines Traktors, wenn er das Getreide ins Silo bringt….

    Bei Senec teilte man mir mit, meine anfrage würde in der Fachabteilung in den nächsten 72 Stunden bearbeitet. Ich bin gespannt…

     


  • Solardach 10 – Zähler ?!

    Man ahnt es schon! Strahlend blauer Himmel, ich bin gerade aus Italien zurückgekommen und meine Solararnte liegt noch ungenutzt auf dem Dach. Der arme Vertriebsmitarbeiter bekam erneut ein WhatsApp-Gewitter. Und In der tat meldete sich alsbald Energieversum mit der Info, der Zähler würde direkt von der Stadtwerken getauscht. Die wiederum gaben mir an, dass dies nicht der Fall wäre. Es würde nach Prüfung der Unterlagen (Bearbeitungszeit etwa 3 Wochen nach Antragseingang – Das sei bei mir der 14.8. gewesen) ein Zählerabholschein ausgestellt werden und ein von Energieversum beauftragter Installateur könne dann den Zählertausch vornehmen.

    Ich musste mich also in Geduld üben. Ich erfuhr bei der gelegenheit auch, dass die Prüfungen der Solaranlagen derzeit aufgrund des extrem hohen Aufkommens an Solaranträgen verzögert sei. Zitat “Im Moment will gefühlt jeder zweite eine Solaranlage haben und dann kommen die ganzen Balkonkraftwerke dazu”.

     


  • Solardach 9 – Der Bürokram

    Einige Tage nach dem AC-Ausbau kam die Nachricht von Energieversum, die Registrierung im Marktstammdatenregister sei nun an der Reihe. Man habe einen Account erstellt zu dem ich eine Bestätigungsmail bekam und bei dem ich meine Daten eintragen musste.

    14 Tage später erhielt ich meine Registrierungsbestätigung durch die Bundesnetzagentur.


  • Solardach 8 – AC-Umbau

    Der arme Vertriebsmitarbeiter hatte von mir in den vergangenen Wochen mehrfach per Whatsapp die Bitte erhalten, sich dahinter zu klemmen, dass alles ein wenig beschleunigt wird. Schließlich haben wir einen Supersommer und ich kann noch keinen Strom vom Dach ernten. Nun ist es so weit. Per E-Mail habe ich die Ankündigung des Termins für den AC-Ausbau bekommen.

    Mein Zählerschrank ist grade mal 12 Jahre alt, aber schon veraltet. Um für den modernen kleinen Einspeisezähler Platz zu haben muss ein gleich großer Zählerschrank her. Darin ein Überspannungsschutz, ein Feld für zukünftige Erweiterung für Smartmeter, damit die Stadtwerke die Verbrauchsdaten per Modem bekommen ohne dass das über den Zähler geht, ein Leistungsschutzschalter für meine Unterverteilung (also meinen ehemaligen Zählerschrank), einen Leistungsschutzschalter für den Speicher, einen RCD (auch FI genannt) für den Speicher und der SLS (Also die Abschaltung aller Leitungen nach außen.

    Dazu musste für etwa eine Stunde der Strom aus. Da ich das meiner USV nicht zumuten wollte, habe ich zuvor erstmal alle Rechner heruntergefahren. Dass das der 12 Jahre alten Festplatte meines PC nicht gefallen hat, ist eine andere Geschichte.

    Der Speicher steht nun unter der Treppe und daran ist die Leitung vom Dach angeschlossen. Auf der anderen Seite hängt die Leitung zum neuen Zählerschrank dran und eine Netzwerkleitung geht nun zu meinem immer mehr bestückten Netzwerkswitch.

    Gerade einmal 2 1/2 Stunden hat die Aufstellung des Speichers und der Anschluss incl. Zähler umklemmen und Zählerschrank umbauen gedauert. Nun klafft in meinem alten Zählerschrank eine Lücke und ich habe zwei davon.

    Für den Umbau haben zwei Monteure im engen Keller ganz schön schwitzen müssen. beide sprachen Deutsch mit Akzent und konnten mir fast alle Fragen beantworten nur nicht, wann und wie ich auf meinen Speicher zugreifen können würde. Die Konfiguration soll Remote stattfinden. Ich bin gespannt.


  • Solardach 7 – Dachmontage

    Ausgerechnet an meinem Geburtstag sollte es nun losgehen. Naja. Es ist ein Tag wie jeder andere und abgesehen von ein paar mal kurz am Tag nach dem rechten schauen wird es wohl nicht viel sein. – So dachte ich.

    Um kurz vor 9 Uhr klingelte der erste der Truppe. Ein freundlicher junger Mann mit deutlich osteuropäischem Akzent ließ  sich alles zeigen, erklärte mir, dass seine Leute gleich kommen würden. Die sprachen jedoch kein Deutsch und er musste ihnen alles nochmal zeigen und übersetzen. Es stellte sich heraus, dass nur 2 der geplanten 3 Arbeiter erschienen waren, was evtl. zu Verzögerungen führen könnte. Nunja. Es kann jeder mal krank werden und mir ist jeder Arbeiter, der seine Kollegen nicht ansteckt lieber, als einer, der auf meinem Dach zusammenbricht und hinunterfällt.

    Nachdem die Baustelle eingerichtet war (Leitern bis zum Dach, Leitern übers Dach begannen die Herren mit der Montage der Dachhaken. Im Internet kann man sich das alles aus der Nähe angucken, ich hab mich nicht aufs Dach gewagt, mir wurde schon ganz schwindelig, beim hochgucken. Bei der Arbeit durfte ich nicht fotografieren, also habe ich immer wieder mal ein Foto gemacht, wenn gerade keiner auf dieser Dachseite war.

    Das Wetter war durchwachsen, es schauerte immer wieder und zum Glück wehte nur ein wenig Wind, kein Sturm.

    Um 18 Uhr begann endlich der Aufbau der Solarpanele. Der Vorarbeiter, der wie sich herausstellte Rumäne war und neben seiner Muttersprache noch 5 weitere ziemlich fließend beherrschte war am Verzweifeln. Sein Zeitplan war offenbar ziemlich durcheinander und zum nächsten Projekt an der Müritz am nächsten Tag lagen noch einige Stunden Fahrt vor der Truppe.

    Kurz vor 21 Uhr waren die Arbeiten dann beendet und im Keller lag ein gut isoliertes Kabel der Solaranlage, auf dem kurz vor Dämmerungsbeginn noch 260V zu messen waren.

    Schritt eins geschafft!

     


  • Solardach 6 – Netzanschlusszusage

    Heute bekam ich von den Stadtwerken Kiel die Netzanschlusszusage. Ich gehe mal davon aus, dass Energieversum die vorher auch schon hatte, denn schon morgen soll die Montage der Solarpanale beginnen.

    Die Inbetriebnahme muss nun binnen 6 Monaten erfolgen.

    meine Leitung ist offenbar stark genug im Notfall die Einspeisung von 3,2 KW zu fassen, da ich maximal 45 KW aus der Leitung ziehen könnte. Es sind also keine Klingeldrähte, die da in der Erde liegen.


  • Solardach 5 – Vorarbeiten

    Voraussetzung für die Montage war, dass eine Dachluke vorher zurückgebaut wird. Also habe ich gleich mal bei unserem Dachdecker von nebenan – Dachdeckerei Buss – angerufen. Sehr zeitnah haben die Dachdecker das Fenster ausgebaut und mir auch wie bestellt einige Ersatzziegeln bereitgestellt.

    In Schleswig-Holstein deckte man bis vor einigen Jahren mit sog. Pappdocken ein. Dachziegeln wurden in Teerpappen eingelegt übereinander geschichtet. Nachteil: Die Pappdocken verschmelzen im Laufe der Jahre und die Dinger kriegt man nicht mehr auseinander. An den Stellen, wo zuvor das Fenster saß, sind nun keine Pappdocken – ich habe aber bei Wind und Wetter mal auf den Dachboden geschaut – da regnet nix rein. Alles im Lot !

    Danke für die schnelle Erledigung.


  • Solardach 4 – Ein Vertrag

    Nun ist es so weit. Wir haben den Projektvertrag unterschrieben.

    Wir bekommen 6 Panele à 400W aufs Dach in Südausrichtung, einen Senec-V4-Hybrid-Speicher mit 4,2KWh, die gesamte Montage, Wartung für die kommenden Jahrzehnte, verlängerte Garantie auf die Komponenten, Versicherung gegen Schäden usw. als Komplettpaket.

    Was uns besonders wichtig war: Die Fertigstellung sollte binnen 6 Monaten geschehen.

    Leider hatten wir im Internet schon zum Teil Berichte über verzögerte Projekte gelesen. Deshalb haben wir auf diese Zusage bestanden.

    Es ist ja auch eine Stange Geld, die wir da ausgeben – da wollen wir natürlich nicht ewig lange auf die Ernte vom Dach warten….


  • Solardach 3 – Ein zweiter Anlauf

    Nachdem der erste Anlauf vor dem Jahreswechsel schon nicht so ganz klappte, habe ich beschlossen, der Firma Energieversum eine zweite Chance zu geben. Solar soll auf unser Dach und zwar in möglichst voller Breite. Kurz nach meinem Kontakt zur Hotline meldete sich ein Vertriebsmitarbeiter bei mir. Wir vereinbarten einen Termin, bei dem er das Dach grob vermessen konnte und mit Hilfe von Fotos die ungefähre Größe berechnen.

    Nun die Ernüchterung: Die Bauvorschriften besagen, dass Solaranlagen, sofern sie nicht aus Glas-Glas-Modulen und damit besonders feuerfest gebaut sind nur bis 1,25m an die Brandschutzwand verbaut werden dürfen. Die deutlich teureren Module dürfen nur bis max. 50cm an die Brandschutzwand herangebaut werden. Bei genauer Betrachtung war festzustellen, dass die Solaranlage meines Nachbarn womöglich entgegen jeglicher Bauvorschriften über die Brandschutzwand hinaus gebaut worden war.

    Das Bauamt wird bei solchen Dingen nur auf Antrag tätig. Aber wer will schon seinen Nachbarn anschwärzen, wenn er selbst möglichst viel Solar aufs Dach haben will.

    Unter Einhaltung der Brandschutzvorschriften bekäme ich wohl nur 4 Panele aufs Dach. Ich habe klargemacht, dass doch bitte die Prüfung der Projektierung noch einmal durchkalkulieren sollte. Und so bekam ich heute die Rückmeldung, dass eine Bebauung des Daches mit maximal 6 Modulen à 400W möglich sei. Na, immerhin 3,2kWp.

    Es lohnt sich also hartnäckig zu bleiben, denn wir haben ja gemeinsame Interessen: Der Vertriebsmitarbeiter möchte einen vertrag machen, ich möchte eine möglichst große Solaranlage haben und wenn wir beide nicht weiter wissen, müssen halt die Experten entscheiden und die hatten offenbar den Tetris-Leistungskurs besucht.


  • Solardach 2 – Ein erster Kontakt mit Fragezeichen

    Die Nordbau lag nun schon einige Wochen zurück. Ich hatte zwar damit gerechnet, dass die Abarbeitung des Andrangs bei Energieversum einige Wochen mehr in Anspruch nehmen würde, aber dass es so lange dauern würde, hatte ich nicht gedacht. Ich fragte also telefonisch nach einem Beratungstermin und noch während ein Vertriebsmitarbeiter ein Angebot unterbreiten wollte, bekam ich einen Anruf mit Bezug auf unsere Meldung bei der Nordbau.

    Hier scheint die Linke Hand nicht mitzubekommen, was die Rechte tut. Offenbar wächst dieses Unternehmen schneller, als die Strukturen, die für eine koordinierte Abwicklung notwendig sein sollten.

    Angesichts dessen, dass die Bundesregierung am 2023 die Mehrwertsteuer auf die Solaranlagen streichen will und der Vertriebsmitarbeiter angesichts steigender Preise kurz vor Weihnachten auf einen Abschluss drängte, habe ich dieses Projekt erst einmal zurückgestellt. Ich weiß nicht, ob er nun persönlich beleidigt war oder ihm nun ein Abschluss fehlte, um die Probezeit zu bestehen, ich habe nie wieder etwas von ihm gehört.


  • High-Speed Kochkurs mit Johann Lafer

    Petra hatte beim Eismann einen Online-Live-Kochkurs mit Johann Lafer gewonnen und freute sich schon seit Wochen drauf. Mehrere Tüten Tiefkühlware lagerten seit einigen Wochen in unserer Kühlung, um nun zum Einsatz zu kommen. Penibel hat Petra alles am Morgen aufgetaut, bereitgestellt und die frischen Zutaten wie Zimt, Feldsalat, Dill, unbehandelte Zitronen etc. bereitgestellt.

    Um 17:20 begann dann also die WebEx-Sitzung, zu deren Beginn alle der 130 Teilnehmer ihr Mikrofon eingeschaltet hatten, was der Gastgeber offenbar nicht wahrnahm, weshalb Petra die Vorspeise aus dem ruckelnden Bild am Tablet ablesen musste. 😀

    Dann gab es endlich die Vorspeise: Feldsalat mit Pfifferlingen auf Kartoffelrösti. 20 Minuten Pause zum Essen, abräumen, aufräumen, Zutaten herrichten. Akkordarbeit!

    Während des Hauptgerichts stellte trennte sich die Spreu vom Weizen. Wohl dem, der einen Herd wie Herr Lafer hat, der in der Lage ist, die Pfanne in jenem Moment heiß zu bekommen, in dem man den Einschaltknopf der Platte aufgedreht hat. Gnocchi braten, Speck anbraten, Fisch im Ofen garen, Soße anrühren, Weintrauben halbieren… Zwischendurch hatten sich einige Teilnehmer darüber beklagt, dass der Sternekoch sich nicht ans Rezept halten würde. Dazu erklärte er lapidar, als Koch halte man sich nie ans Rezept. Dumm nur, wenn mehr Zutaten gebraucht werden, als vorhanden sind.

    Absolutes Internetverbot für die Kids wegen verstopfter Leitung und die Hilferufe aus der Küche, weil auch eine Hausfrau keine 4 Arme hat, erreichten mich im Minutentakt.

    Nun hab es also Fisch auf Gnocchi mit Speck. – 25 Minuten Pause, in der ich es sogar schaffte meiner ermüdeten Frau die Pfannen abzuwaschen, die Küche auf Vordermann zu bringen und die WebEx-Sitzung neu zu starten, deren Bild zwischenzeitlich eingefroren war.

    Zur Nachspeise durften die Zimtkekse aus dem Ofen befreit werden, die dann das Eis auf heißen Beeren garnierten.

    Ende der Veranstaltung, die nebenbei ein Kulinarisches Festmahl war, auch wenn im Nachhinein auffiel, dass der verzierende Dill noch in der Küche lag und die Utensilnenauswahl eines Sternekochs mit denen eines Haushalts zumindest in der Zahl der Siebe nicht mithalten kann um 20:30 Uhr

    Fazit des Ganzen:

    • Ein Sternekoch hält sich nicht ans Rezept
    • Ein Sternekoch ist schneller, auch oder vielleicht gerade wenn 130 Haushalte gegen ihn antreten
    • Man brauch ein wenig Erfahrung in der Küche, um überhaupt mithalten zu können
    • Lippen lesen und Bildsequenzen imaginieren gehört zu den Grundskills in einem Haushalt, der erst in einem Jahr Glasfaser bekommen wird
    • Wenn auf dem Rezept 2 Siebe stehen, braucht man 7 Stück
    • Es schadet nix, den Herd mit 2000V statt 230V zu betreiben, wenn er schnell genug warm werden soll. 😂

    Es hat lecker geschmeckt, aber nun muss erst einmal Erholung her.


  • True Crime Podcast on Tour

    Bühne Troe Crime
    Bühnenbild vor dem Auftritt

    Heute war ich bei der LiveShow  des TrueCrime-Podcasts von Bayern3 mit Alexander Stevens und Jaqueline Belle in der Friedrich-Ebert-Halle in Hamburg. Spannende Geschichten rund um den perfekten Mord toll erzählt von den beiden, die es sich bestens verstanden, sich die rhetorischen Bälle zuzuwerfen.

    Sonst kann man ja Alexander Stevens viel im Monolog erleben, wie es vielleicht dem Habitus eines Anwalts im Plädoyer eben entspricht. Hier aber klappte das mit dem gleichmäßigen und ausgewogenen Wortanteil prima, wie man es eben auch vom Podcast kennt.

    Wer den Podcast noch nicht kennt und vor brutalen Schilderungen nicht zurückschreckt, seine Kinder beim Hören weit wegsperrt, der darf gern mal reinhören unter https://www.bayern3.de/crime


  • Lars hat jetzt auch einen Podcast

    Lars hat mich einige Wochen lang genervt, er möchte auch endlich mal einen Podcast machen, so wie fast die Hälfte seiner Klasse. Als ich denn mal nachgefragt habe, wo man denn all diese Podcasts finden kann, müssen sich so 90% der Podcasts in Luft aufgelöst haben und die verbliebenen waren nicht aufzufinden.

    Aber wenn ich mich richtig erinnere habe ich auch in diesem zarten Alter mit meinem Cassettenradio angefangen und meine Freunde damit bespaßt.

    Lars hat sich also für die ersten 4 Folgen seinen Kumpel Leif eingeladen und ich habe ein wenig bei der Aufzeichnung geholfen. Nun ist er da: Der erste Podcast “Im Visier der Pubertät”.

    Unter https://anchor.fm/lars-schmeling ist Lars nun jeden Sonntag ab 12 Uhr mit einer neuen Folge zu hören.


  • Kirchenwahl am 1. Advent

    Die Wahl der Kirchengemeinderäte wirft ihre Schatten voraus. In diesem Jahr lasse ich mich auch in meine Heimatgemeinde Kiel-Holtenau aufstellen.

    https://www.nordkanalregion.de/nachrichten/nachrichten-detail/nachricht/kantidatinnen-und-kandidaten-fuer-die-wahl-am-1-advent.html

    Die Amtszeit endet jedoch bereits nach einem Jahr mit der Fusion der 4 nordkanalischen Kirchengemeinden Altenholz, Friedrichsort-Pries, Schilksee-Strande und Holtenau.


  • Solardach 1 – Information auf der Nordbau

    Auf der Nordbau in Neumünster wollten wir uns eigentlich mal umschauen nach den neuesten Bautrends, mal schauen, ob es noch etwas gibt, das sich für uns lohnt und insbesondere sind wir interessiert an Solarstrom. Seit unser Nachbar vor einigen Jahren 14 Solarpanele auf sein Dach hat bauen lassen, lässt mich irgendwie die Idee nicht los, ob wir das nicht auch nutzen sollten.

    Solar boomt und so ist es auch nicht verwunderlich, dass einige Anbieter sich da schwer tun, weil sie hoffnungslos überlastet sind oder eben spezielle Ansätze bieten, wie den bau auf dem Flachfach, dem Freigelände u.ä. was ein noch nicht so ganz erschlossener Markt ist. Eigentlich hatten wir uns von namenhaften Herstellern an dieser Stelle Angebote erhofft, aber die haben uns an lokale Dachdecker verwiesen, die die belieferten, selbst projektieren die Hersteller keine Anlagen mehr.

    An Anbietern, die das Rundum-Projekt anbieten mangelt es inzwischen kaum. Nahezu jeder Energieanbieter, viele Kleinunternehmer und auch eine menge Scharlatane tummeln sich im Netz und als Neuling da durchzusteigen ist sicher ein Spiel mit Vertrauen und Setzen auf Namen und bewährte Qualität.

    Die Forma Energieversum war ein Anbieter von Solaranlagen, die wir auf der Nordbau antrafen. Leider war der Stand wohl auch aufgrund dieses Alleinstellungsmerkmals so überlaufen, dass wir nur unsere Kontaktdaten hinterlassen konnten, um einige Wochen später einen Anruf zu erhalten.


  • Tandemflug aus 2000m Höhe

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    Nachdem Petra es ja schon vor 2 Jahren trotz Höhenangst gewagt hatte vom Berg zufliegen, habe ich in diesem Jahr Armin angerufen. Am frühen Morgen trafen wir uns an der Talstation der Penkenbahn und es ging zunächst bei Nieselregen in 2000m Höhe zum Penkenjoch. Dort liegt der Startplatz für Tandem-Gleitschirmflieger.

    Alle anderen haben wir erstmal starten lassen, bis der Nieselregen aufgehört hat und dann ging es los. Rein in das Gurtgeschirr. Hinter mir hat Armin dann den Schirm ausgebreitet, die Schnüre sortiert und sich eingeklinkt. Bei idealem Wind hab ich dann das Zeichen bekommen “Lauf!” – Man kann ja gar nicht anders, als den Hang hinunter. Für einen kurzen Moment wurden wir von dem aufsteigenden Schirm gebremst und im nächsten Moment ging das Laufen noch ein paar Schritte und der Schwebeflug begann.

    Das war einfacher, als ich dachte. Und das hineinrutschen in den Tragesitz hat auch prima geklappt. Und dabei hatte ich während des Starts sogar noch die Teleskopstange von der GoPro in der Hand.

    Cool ! In 30 Minuten über dem hinteren Zillertal und Mayrhofen bis zur Landung auf der Wieder hinter dem Hotel Ederlehen.

    Ich bekam den ganzen tag das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht. 😁

    Wer sowas auch einmal erleben möchte und dabei nicht in die Massenabfertigung der lokal ansässigen Dauerflieger geraten möchte, dem empfehle ich für einen ruhigen ersten Flug Armin Fankhauser (https://www.genuss-fankhauser.at/).

     

     

     

     


  • Weihnachten 2020

    Weihnachten fällt dieses Jahr nicht aus !

    Leider ist der Weihnachtsgottesdienst in diesem Jahr nicht möglich und dabei hatte Sophie so gehofft, noch einmal die Maria im Krippenspiel spielen zu können. Nun bleiben in diesen tagen die Kirchen leer. Damit die Gemeinde nicht so ganz ohne Gottesdienste leben muss, war zunächst angedacht worden an 17 Stationen im Stadtteil Andachten zu veranstalten.

    Das musste nun allerdings mit Rücksicht auf die Infektionszahlen in Kiel auch diese Variante verworfen werden. Nun werden wir um 16 Uhr vor die Türen treten und gemeinsam im Stadtteil singen. Dieses Kurz-Event läutet die Kirche mit ihren Glocken ein.

    Der Weihnachtsgottesdienst findet im Internet statt. Auf der Homepage der Kirche wird ein Youtube-Video des Gottesdienstes bis zum 31.12.2020 bereitstehen.

    Ich hatte das Vergnügen für Ton, Kamera und Schnitt verantwortlich zu sein.

     


  • Home-Office

    Seit Mitte März sitze ich nun im Home-Office. Der Weg ist erstaunlich kurz, weshalb ich sehr schnell im Büro bin und auch ggf. schnell wieder zuhause. Meine Erfahrungen damit sind vielfältig.

    • Der Arbeitsweg ist erschreckend kurz
    • Wer früh anfängt, macht doch irgendwie Schluss wie immer
    • Die Kommunikation mit den geeigneten Tools geht echt prima übers Internet
    • Im Home-Office isst man mehr und bewegt sich weniger
    • Es gibt teilweise mehr Redebedarf. Wie gut, dass ich ein Headset habe.
    • Irgendwie habe ich weniger Bedarf an Pause. Ich brauche einen Wecker
    • Ich bin müder nach einer Woche als sonst
    • Ich muss mich zwingen, den Kochkünsten meiner Tochter zu widerstehen, will ich mich gesund ernähren.

  • Wieder auf Sendung

    Mein alter Radiokollege Christian Meier hat seine erste Sendung bei Buddy-Radio, einem Internet-Radio mit Sitz in Heilbronn. Er hat die alte Crew von FaM – Fun and Music gefragt, ob wir Beiträge zuliefern. Natürlich haben Carsten Vollbehr und ich zugestimmt und so sind wir jeweils mit einem Wortbeitrag zu hören.
    In einem Monats gibts wohl die nächste Sendung. Auch da werden wir wieder was machen, denke ich. Wer mal reinhören will: Buddy-Radio


  • Knabenchor Konzertchor

    In dieser ungewöhnlichen Zeit geschehen außergewöhnliche Dinge: Lars ist nach wenigen Monaten im Nachwuchschor nun in den Konzertchor des Kieler Knabenchores gewechselt. Derzeit finden Proben, Elternabend und Treffen nur virtuell statt. Je nach Besserung der Pandemie-Situation kann es sein, dass der Chor schon im Herbst das erste Konzert anstreben kann. Lars hat ein Vorstellungsvideo gedreht und an die den Chorleiter zur Weitergabe gesendet.


  • Hamsterkauf

    Ich gebs ja zu. Ich habe auch einen kleinen Hamsterkauf gemacht. Konserven, Klopapier (20 Rollen für 4 Personen), Marmelade, Nudeln (die letzte Packung) Kabanossi, Wraps, mehrere Kilo Mehl, Zucker, Hefe und so weiter. Ich habe alles säuberlich im regal im Keller verstaut und dann passsierte es:
    Am Abend machte es einen fürchterlichen Rumms. In diesem Haus hat unser Vorbesitzer wirklich alles mit Kriegssicheren Befestigungen in den Wänden verankert. Keine Schraube, die nicht für doppelte Lasten ausgelegt war und kein Brett, dass nicht auch mein Gewicht getragen hätte. Nur dieses eine regal, das war lediglich mit 6er Dübeln an der Wand befestigt!
    Vier Regalträger hingen verbogen von der Wand, etliche Gurkengläser lagen zersplittert in Mehltüten und zum Glück ließ sich das Genze in einer 2-stündigen Abendaktion retten. Schade nur um 2 Kg Mehl und 3 Gläser Gurken. Aber auf diese Weise haben wir wenigstens mal alle Gläser in der Hand gehabt und alle abgelaufenen Dinge entsorgen können.


  • Vorlesewettbewerb

    Sophie hat den Vorlesewettbewerb der Klasse gewonnen!

    Letzte Woche erfuhren wir wie beiläufig, sie hätte sich beim Wettbewerb angemeldet. Den Kindern stand es wohl frei, sich dazu anzumelden. Wir haben im Nachhinein davon erfahren. Lars hatte keine Lust dazu, weil er nach eigenen Angaben nicht gern liest. Sophies Vorlesekunst ist uns schon öfter mal aufgefallen, aber dass sie sich selbst so einschätzt, dass sie an diesem Wettbewerb teilnehmen kann, hätten wir nicht geahnt.

    Nun ist sie eine von zweien, die gegen die Sieger der anderen dritten Klasse antreten sollen und evtl noch weiter mit anderen Schulen in einen Wettbewerb treten dürfen.

    Wir freuen uns für Sophie.


  • Knabenchor Nachwuchs

    Lars singt seit einigen Jahren im Kirchenchor in Holtenau. Nun ist er seit dem Spätsommer am Montag in einem zweiten Chor. Der Knabenchor Kiel hat in der Schule ein Casting veranstaltet und Lars zur Probe der Vorbereitungschores eingeladen. Anfang Dezember hat er die Anfrage bekommen, in den Nachwuchschor umzusteigen, hat das jedoch zugunsten des Krippenspiels noch bis in den Januar verschoben. Nun ist er seit Montag im Nachwuchschor und muss natürlich auch ein paar Hausaufgaben machen. Noten lernen und natürlich wie auch schon in den Jahren zuvor Liedtexte.


  • Krippenspiel 2019

    Auch in diesem Jahr spielen unsere Kinder im Krippenspiel der Kirchengemeinde Kiel-Holtenau. Sophie als Verkündigungsengel und Lars als Wirt, der Maria und Josef leider abweisen muss.

    An Heiligabend blieb kaum ein Platz in der Kirche frei. Am Vortag, so hat es sich inzwischen auch herumgesprochen, findet die Generalprobe statt. Die ist mindestens genau so schön, wenngleich die Kinder nicht alle in vollem Kostüm auftreten oder eben an der einen oder anderen Stelle noch deutlich geprobt wird.

    Lars als Wirt
    Sophie als Verkündigungsengel

    Für Lars ist es wohl nach 5 Jahren das letzte Krippenspiel in Holtenau. Wegen seines Engagements im Kieler Knabenchor kann er am Montag nicht mehr an den proben des Kirchenchores teilnehmen.